Gaming PC zusammenstellen

Gaming PC zusammenstellen

Bei uns findest Du alle wichtigen Kenntnisse, die Dir helfen werden, Deinen neuen Gaming PC zusammenzustellen. Wenn Du Deinen Gaming PC auf den neusten Stand der Technik bringen möchtest, kommst Du schon fast nicht mehr daran vorbei, Dir ihn selbst zusammenzubauen. In unserem Gaming PC der Marke Eigenbau Ratgeber findest Du alle wichtigen Informationen, die Dir aufzeigen werden, wie und warum Du Deinen Gaming PC selbst zusammenbauen solltest. Auch die Vor- und Nachteile werden wir Dir erläutern. Beginnen wir zunächst mit den Fragen, die Du Dir stellen solltest, bevor Du Dir Deinen neuen Traum-Rechner zusammenbaust.

Benötigte Komponenten

Komponente Zweck
Mainboard Das Mainboard ist das Nervensystem deines neuen Computer. Hier wird alles „zusammengesteckt“. CPU, Grafikkarte und RAM werden somit verbunden.
CPU Die CPU („central processing unit“, Zentraleinheit oder auch Prozessor).
Grafikkarte Die Grafikkarte (auch GPU = graphics processing unit, Grafikkporzessor). Hier finden die grafischen Berechnungen statt die für die meisten 3D Anwendungen benötigt werden.
 RAM RAM (Random Access Memory) oder auch Arbeitsspeicher wird gebraucht um Daten zwischenzuspeichern.
Festplatte Auf der Festplatte oder auch HDD (Hard disk drive) werden alle Daten dauerhaft gespeichert.
Gehäuse In dem Gehäuse kommen alle Komponenten zusammen.

Konfigurationsvorschläge

Gaming PC zusammenstellen – Der Prozess

Die einzelnen Komponenten eines Gaming-PC zusammenstecken

Zunächst sei einmal gesagt, dass es im Internet eine Vielzahl an Webseiten und Foren gibt, die sich mit dem Thema Gaming PC, Hardware, Software, Gaming PC Konfiguration auseinandersetzen. Dabei ist der Prozess an sich relativ einfach, wenn Du Dir Deinen neuen Spiele PC kaufen und selbst zusammenstellen möchtest.

Da sind zunächst Deine persönlichen Anforderungen. Welche Games zockst Du derzeit und welche möchtest Du in der kommenden Zeit gerne spielen? Sind da grafiklastige Games dabei oder spielst Du eher die Retro-Schiene? Außerdem musst Du Dich fragen, wie hoch Dein Budget ist und wie viel Du für einen neuen Rechner ausgeben möchtest. Dabei sei gesagt, dass es schon viele Komponenten für wenig Geld gibt. Das ist auch der große Vorteil am selber zusammenstellen und vielleicht sogar zusammenbauen. Beim Rechner von der Stange ist es immer so, dass im PC selbst viele Komponenten verbaut worden sind, die Du einfach nicht brauchst, Dich aber dennoch Geld kosten. Bist Du nicht unbedingt der Musikliebhaber und benötigst keinen Top-Sound, dann brauchst Du auch nicht die neuste Soundkarte, denn da reicht der normale On-Board-Sound vom Mainboard. Dies ist auch schon gleich der nächste Schritt im Prozess beim Gaming PC zusammenstellen. Welche Hardware ist wichtig und worauf musst Du hier achten? Wir werden Dir diese Frage beantworten. Zum Schluss musst Du Dir die Frage stellen, ob Du Deinen neuen Rechner selbst zusammenbauen möchtest oder es den Profis überlassen solltest. Wir werden Dir aufzeigen, wie es funktioniert, damit Du auch noch in ein oder zwei Jahren einzelne Komponenten kinderleicht austauschen kannst. Langfristig kannst Du so eine Menge Geld sparen, da Du Dir nicht mehr für ein neues Game einen ganzen, neuen Rechner anschaffen musst.

Die Vorteile eines Gaming PC’s der Marke Eigenbau

Kommen wir zunächst zu den verschiedenen Vorteilen, die es beim PC der Marke Eigenbau gibt. Einer der größten Vorteile ist wahrscheinlich der Preis. Ein Gaming PC der Marke Eigenbau ist immer günstiger als der, aus einem Fachhandel oder aus dem Supermarkt. Dies hat mehrere Gründe. Zum einen sparen sich die Verkäufer die Kosten für den Zusammenbau und zum anderen sparst Du Dir sinnlose Komponenten, welche Du gar nicht benötigst. Dies haben wir ja schon eingangs mit dem Beispiel der Soundkarte plausibel beschrieben. Für uns gibt es da aber noch einen ganz anderen Vorteil und das ist das Wissen, welches Du über die jeweiligen Komponenten erwirbst. Dieses Wissen kann Dir keiner nehmen und an dem Zusammenbau selbst, wird sich auch in den nächsten Jahren nicht viel ändern. Wenn wir uns einen Gaming PC von vor 10 Jahren anschauen, ist dieser immer noch sehr ähnlich aufgebaut, wie der aus dem Jahre 2017. Natürlich haben sich hier einige Komponenten und Anschlüsse geändert. So gibt es kaum noch einen VGA oder DVI Anschluss mehr auf dem Mainboard, sondern in der Regel nur noch den modernen HDMI. Die 3,5 Zoll HDD wurde gegen eine Highspeed-SSD-Festplatte ausgetauscht. Aber dennoch ist der Aufbau ähnlich geblieben und Du wirst mit Deinem erworbenen Wissen langfristig profitieren und eine Menge Geld sparen.

Die Nachteile eines Gaming PC’s der Marke Eigenbau

Natürlich hat das Zusammenstellen und Zusammenbauen eines eigenen Gaming PC’s auch Nachteile. So ist der Zusammenbau und auch das Zusammenstellen mit einem gewissen zeitlichen Aufwand verbunden. Du musst Dir die einzelnen Komponenten zunächst aussuchen, gucken ob sie miteinander harmonieren und überhaupt technisch miteinander kompatibel sind. Hier werden wir Dir aber helfen können. Wenn Du bisher kaum über technische Kenntnisse verfügst, musst Du Dir auch dieser zunächst aneignen. Bei uns lernst Du aber Schritt für Schritt, wie auch Du Dir den nächsten Gaming PC problemlos bauen kannst. Besondere Vorsicht ist beim Einbau geboten. Wenn Du hier Fehler machst, kann es passieren, dass einzelne Komponenten oder gar der ganze Computer zerstört werden. Mit unserer Schritt für Schritt Anleitung bist Du aber auch bei diesem Punkt auf der sicheren Seite.

Du siehst also: Man kann viele Fehler machen, wenn man sich mit der Materie nicht genug beschäftigt. Wir raten Dir dazu, Dich vorab gründlich zu informieren, dann wird in aller Regel auch nicht viel schief gehen können.

Den Gaming PC zusammenstellen – Die Herangehensweise

Bevor wir mit dem Kauf der einzelnen Komponenten beginnen, müssen wir im ersten Schritt uns klar machen, welche Konfiguration wir überhaupt für unsere Anforderungen benötigen. Spielst Du lediglich alte Games und ab und an mal einige neue, welche kaum grafische Kapazitäten benötigen? Dann reichen hier Mittelklasse-Komponenten. Hierbei lohnt es sich auch, die anderen Bereiche, welche Du mit Deinem PC abdecken möchtest, zu klären. Benötigst Du einen reinen Gaming PC für die neusten Games oder hörst Du auch gerne Musik und schaust Dir die neusten Blockbuster an? Das sind alles Fragen, die Du Dir vorab stellen musst. Es sei bereits jetzt gesagt, dass Du Dir Gaming PC’s bereits ab 400 Euro zusammenstellen kannst. Schon für dieses geringe Budget bekommst Du Komponenten, die miteinander gut harmonieren können und in sich stimmig sind. Nach oben sind natürlich keine Grenzen gesetzt. Wenn Du auf einem 27 Zoll 144Hz Monitor spielen möchtest und zwar in voller Auflösung und mit den höchsten Designanforderungen, benötigst Du mit Sicherheit einen Gaming Rechner für 1000 Euro aufwärts.

Worauf Du bei der Hardware achten musst

Du hast Dich nun ausführlich mit der Frage Deiner Anforderungen beschäftigt? Gut, dann kann es nun endlich losgehen. Es geht nun mit der Auswahl der richtigen Hardware für Deinen neuen Gaming PC los. Da ist zunächst das Mainboard, dann der CPU mit seinem Kühler, gefolgt von der Grafikkarte und dem Arbeitsspeicher (auch RAM genannt), weiter zur Festplatte, wo künftig all Deine Daten drauf liegen werden und zum Schluss zum Netzteil und dem passenden, schicken Gehäuse, in dem sich alle Komponenten am Ende befinden werden. Wir werden für Dich alle Komponenten, die in Deinem neuen Rechner verbaut werden, erläutern und Dir sagen, worauf Du bei der Wahl zu achten hast.

Kleiner Tipp: Viele Konfiguratoren bieten den großen Vorteil, dass nur Komponenten zusammen konfiguriert werden können, wenn sie auch miteinander funktionieren. Wenn zum Beispiel ein AMD Mainboard nicht mit der Nvidia Grafikkarte funktionieren sollte, wird Dir diese Konfiguration im Konfigurator selbst als ungültig erklärt. So bist Du immer auf der sicheren Seite und kannst keine falschen Produkte miteinander kombininieren.

Das Mainboard – Das Mutterschiff

Mainboard Detailaufnahme - leer
Nahaufnahme eines leeren Mainboard

Die Hauptplatine auf der die Fäden zusammenlaufen. Auf dem Mainboard werden alle anderen Komponenten montiert und laufen zusammen. Die Hauptplatine sorgt dafür, dass alle Komponenten miteinander funktionieren und verbunden werden können. Es ist sozusagen das Herzstück von Deinem Gaming PC und Du solltest dem Mainboard besondere Achtung schenken.

So musst Du darauf achten, dass Du ein Mainboard mit dem richtigen Sockel-Typen auswählst. Der Sockel-Typ entscheidet nämlich, welche CPU-Typ auf das Mainboard passt. Wenn dieser Typ richtig gewählt wurde, solltest Du überprüfen, ob Dein neuer CPU auch mit dem Mainboard harmoniert. Wenn Du Fan von Overclocking bist, dann kannst Du hier auch schauen, ob sich das Mainboard übertakten lässt. Viele Fans vom Overclocking berichten über ihre Erfahrungen im Internet. Du musst dazu lediglich bei Google nach „CPU Overclocking“ suchen und wirst Erfahrungswerte finden.

Der Prozessor (CPU)

CPU auf Mainboard montieren
Die eigentlich CPU ist recht klein und wird auf das Mainboard gesteckt

Ein weiterer Hauptbestandteil von Deinem Gaming PC ist die CPU, bzw. der Prozessor. Er ist bei einem Gaming PC dafür verantwortlich, wie flüssig das Spiel läuft. Hier gibt es für Dich nur zwei Hersteller zu beachten. AMD oder Intel. Seit Jahren sind diese beiden Firmen die einzigen auf dem Markt. Ob Du jetzt zu Intel oder doch zu AMD greifen solltest, musst Du für Dich selbst wissen. Wir haben herausgefunden, dass Intel CPUs in der Regel eine etwas bessere Leistung als das Pendant von AMD haben. Dafür sind die AMD Prozessoren auch meistens etwas günstiger. Wenn Du also einen Rechner mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis haben möchtest, darfst Du beruhigt zu AMD greifen. Möchtest Du mehr Leistung, dann greife zu Intel. Beim Kauf solltest Du auf die Anzahl der Rechenkerne achten. Im Gamingbereich ist ein 4-Kern oder 6-Kern CPU aktuell völlig ausreichend. Um so mehr Kerne Deine CPU hat, um so leistungsfähiger ist sie auch. Wie bei der Erläuterung zum passenden Mainboard schon geschrieben, musst Du darauf achten, dass CPU und Mainboard harmonieren. Schau unbedingt darauf, ob auch die Sockeltypen miteinander funktionieren.

Die Grafikkarte – Das pure 3D-Erlebnis

Für das maximale Spielerlebnis sorgt am Ende die Grafikkarte. Bei der GPU ist auch wieder AMD vorne mit dabei. Aber auch Nvidia Geforce kann sich sehen lassen. Beide Hersteller stellen Grafikkarten her, welche für Gamer ideal geeignet sind. Du musst auch schon wie bei der CPU darauf achten, dass das Mainboard zu der Grafikkarte passt. Des Weiteren musst Du Dir auch hier wieder die Frage stellen, welche Games Du schlussendlich zocken möchtest. Je grafiklastiger, desto teurer auch die Grafikkarte. Wenn Du diese Punkte beherzigst, kannst Du problemlos die passende Grafikkarte auswählen.

Der Arbeitsspeicher

Neben Mainboard, Prozessor und Grafikkarte ist auch der Arbeitsspeicher, im Fachjargon RAM genannt von Bedeutung. Während Du spielst, wird auf diesen Speicher direkt zugegriffen. So muss Dein PC nicht immer erst die Daten von der Festplatte aus lesen und kann sie sich aus dem RAM ziehen. Diese Funktion bietet eine Menge Vorteile in der Performance. Ein Gaming PC sollte mindestens acht Gigabyte RAM besitzen. Wir tendieren jedoch eher zu 16 oder 32 GB, damit Du schon direkt für die Zukunft gerüstet bist.

Die Festplatte

Früher war die Größe entscheidend. Zwar ist diese heute noch immer relevant, jedoch kommen hier andere Eigenschaften zum tragen. Vor einigen Jahren wurde die SSD-Festplatte veröffentlicht. Diese Festplatte ist wesentlich schneller als eine altmodische SATA Festplatte. Daher raten wir Dir auf jeden Fall zu einer SSD Festplatte zu greifen. Du profitierst von vielen verschiedenen Vorteilen, welche eine normale HDD nicht bieten kann. Von der Schnelligkeit und Performance her ist sie um ein Vielfaches besser. Leider spiegelt sich auch das im Preis wieder, weshalb es Sinn macht, eine Kombination aus SATA Festplatte und SSD zu nehmen.

Das Netzteil und Gehäuse

Gaming PC Komponenten auf einen Blick
PC Komponenten vL: Arbeitsspeicher, CPU, CPU-Kühler, Festplatte, Netzteil, Grafikkarte, Mainboard

Zum Schluss noch diese beiden Komponenten. Das Netzteil ist dafür da, dass die einzelnen Komponenten vom Gaming PC mit genug Strom versorgt werden. Wähle ein passendes Netzteil, welches ausreichend Kapazität hat. So vermeidest Du eine Überlastung, welche dafür sorgt, dass das Netzteil kaputt geht. Es sollte von der Kapazität aber auch nicht zu groß sein, da sonst der Energieverbrauch sehr hoch ist, was die Stromkosten deutlich erhöht.

Beim Gehäuse musst Du aus technischer Sicht darauf achten, dass die Durchlüftung gut ist. Werden alle Komponenten problemlos und gut gekühlt, dann ist das Gehäuse gut für Dich. Aber ein Gaming PC sollte auch immer schick verpackt sein, daher kannst Du bei einem Gaming PC Gehäuse auch auf das Design setzen. Auf dem Markt gibt es die verschiedensten Gehäuse-Typen, von schlicht bis hin zur Case-Modding-Variante ist fast alles dabei.

Selbst Zusammenbauen oder Zusammenbauen lassen?

Du hast Dir alle Teile der Hardware zusammengestellt, dann kommen wir nun zu der Frage, ob Du den Gaming PC selbst zusammenbauen solltest oder Dir ihn zusammenbauen lässt. Die Kosten für den Zusammenbau variieren von Anbieter zu Anbieter zwischen 10 und 50 Euro. Wenn Du also keine Lust und auch keine Zeit hast, dann ist dieses Geld gut investiert. Wir raten Dir jedoch, es wenigstens einmal selbst zu probieren. So lernst Du Deinen Rechner besser kennen und kannst auch mal Komponenten austauschen, falls sie veraltet sind. Für den Zusammenbau benötigst Du eigentlich nur einen Kreuzschlitzschraubendreher und ein Antistatikarmband und der Aufbau kann beginnen. Viele haben Angst davor einen Fehler beim Gaming PC Eigenbau zu machen. Wenn Du aber die Anleitung befolgst, wirst Du keine Fehler machen. Einen Gaming PC selbst zusammenzubauen ist kaum schwerer als einen Schrank von einer schwedischen Einrichtungskette zu montiere n. Befolge lediglich die Anleitungen. Fang mit dem Mainboard an und höre mit der SSD Festplatte auf. Sehr, sehr simpel.

Abschließend wünschen wir Dir viel Spaß mit Deiner Konfiguration. Wir wünschen maximalen Spielspaß und viel Freude beim Zusammenstellen und vielleicht auch beim Zusammenbau!